Die maskuline Rasur: Luxus-Ritual im Badezimmer

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Auf dem Kopf erwünscht, auf Brust oder Rücken eher weniger: Körperbehaarung macht nicht unbedingt, was man(n) will. Und je nach Mode und persönlichem Geschmack soll auch das Gesicht entweder möglichst glatt und haarlos, oder aber maskulin und bärtig sein. Mit schönem, stilvollem Werkzeug macht die Rasur aber richtig Spaß.

Vorteile der Körperrasur

Die regelmäßige Körperrasur findet, zumindest im Sommer, immer mehr Fans. Sogar die Achsel- oder Beinrasur ist unter Männern gar nicht mehr selten. Die Vorteile liegen auf der Hand: Nicht nur passt glattrasierte Haut viel besser zu kurzer, luftiger Kleidung – weniger Körperbehaarung kann auch die Schweißproduktion und die damit einhergehende Geruchsentwicklung vermindern.

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Die Rasur der Brust ist heute bei vielen Männern angesagt – nicht nur beim Sport, sondern auch im Alltag.

Außerdem finden viele Frauen haarlose, streichelzarte Haut auf Brust oder Rücken wesentlich attraktiver als unkontrollierten Wildwuchs. Aber wie geht sie eigentlich, die perfekte Rasur?

Edles Equipment

Zunächst einmal braucht man die richtigen Utensilien. Wer ein wirklich makellos glattes Ergebnis will, kommt um die klassische Nassrasur, also um Nassrasierer, Rasierpinsel und Seifenstück oder alternativ Schaum in der Dose nicht herum. Pluspunkt: Die Klingen eines Nassrasieres arbeiten sehr gründlich und präzise, sofern sie scharf sind. Die Auswahl fällt nicht leicht, da es eine ganze Reihe unterschiedlicher Modelle plus passender Rasierpinsel gibt. Und: Mann will heute mehr, als sich beim Rasieren von lästigen Härchen befreien. Der Moment vor dem Badezimmerspiegel soll ein luxuriöses Körperpflege-Ritual sein!

Hochwertige Nassrasierer oder Rasierhobel erkennt man in erster Linie an der Sauberkeit ihres Ergebnisses. Aber viele sehr gute Modelle bestechen dabei auch durch ihr poliertes oder verchromtes Äußeres, das sie zu einem Hingucker macht. Außerdem ist wichtig, dass sie gut und sicher in der Hand liegen und nicht rutschen. Furchtlose können sich natürlich auch an einem klassischen Rasiermesser probieren.

Rasierpinsel haben bereits unsere Großväter benutzt. Es gibt sie tatsächlich in allen Preisklassen und mit den verschiedensten Haartypen. Pinsel, die auch optisch und haptisch Eindruck machen, haben z.B. einen Griff aus Zedernholz und eine Bürste aus Dachshaar. Der feinste, weichste und daher auch teuerste Haartyp ist übrigens der „Silvertip“. Rasierpinsel mit Silvertip-Dachshaar können hundert Euro und mehr kosten. Der mit diesem Haar erzeugte Schaum und das Einschäum-Gefühl sind allerdings auch unvergleichlich luxuriös. Und: Schaum selber zu schlagen, statt die Rasierschaumdose zu benutzen, macht richtig Spaß!

Die perfekte Rasur: Nass

Bevor Sie beginnen, sollten Sie die zu rasierende Haut mit warmem Wasser reinigen. Erstens hilft das, Schmutz und Keime zu entfernen, die dann hinterher nicht in die Poren gelangen und dort Entzündungen verursachen können. Zweitens erweitert die Wärme die Blutgefäße auf der Hautoberfläche und macht die Haare weich und elastisch – eine perfekte Bedingung, um sie mit dem Rasierer zu „erwischen“. Als Vorbereitung auf die Körper- oder Gesichtsrasur bietet sich also eine heiße Dusche an.

Danach sollte der Rasierschaum oder das Rasiergel gleichmäßig auf die Haut aufgetragen werden. Beim Rasieren unbedingt die Härchen entlang der Wuchsrichtung entfernen, dabei aber nicht zu viel Druck ausüben: Schnittgefahr! Wer permanent glatte Haut will, muss je nach Wuchstempo und Dicke der Haare täglich oder zumindest mehrmals in der Woche rasieren. Das kann die Haut natürlich reizen, manchmal wachsen einzelne Härchen ein. Dagegen helfen regelmäßige Peelings, die abgestorbene Hautzellen beseitigen.

Ein Ammenmärchen ist übrigens, dass Haare durchs häufige Rasieren schneller und/oder dicker nachwachsen: Das ist nichts weiter als eine optische Täuschung.

Die perfekte Rasur: Trocken

Wer generell zu empfindlicher und leicht reizbarer Haut neigt, sollte überlegen, auf die Trockenrasur umzusteigen. Dafür braucht die Haut keine spezielle Vorbereitung und die Rasur geht auch viel schneller als mit der nassen Methode.

Elektrorasierer, z.B. von Carrera, sind ideal dafür geeignet, um einzelne Haarpartien wie die Brustbehaarung oder auch den Schnurrbart einheitlich zu stutzen. Ihre Scherfolien bewegen sich außerdem knapp über der Hautoberfläche und können dadurch die oberste Schicht der Epidermis gar nicht erst verletzen. Pickel oder Rötungen: Fehlanzeige. Nur sollte der Scherkopf des Trockenrasierers nach jedem Einsatz unter fließendem Wasser gereinigt werden.

Verwenden Sie gerade nach der Achselrasur jedoch keine alkohol-/parfümhaltigen Deos. Warum? Sie werden es merken, wenn Ihre empfindliche, frisch rasierte Haut damit in Berührung kommt – es schmerzt! Die gestresste Haut möchte sich jetzt ganz im Gegenteil erholen. Eine Wohltat ist hingegen, übrigens ganz gleich ob nach der Trocken- oder Nassrasur, das Auftragen einer Feuchtigkeitscreme.

Extratipp für Bartträger

Wer trotz sommerlicher Temperaturen nicht auf den trendigen Vollbart verzichten will, sollte ein wenig mehr Zeit in dessen Pflege investieren. Die Sonne kann nämlich das Barthaar ausbleichen und es trocken und strohig aussehen lassen, sowie die Entstehung von Schüppchen begünstigen. Wer im Urlaub ans Meer fährt, sollte wissen, dass Salzwasser denselben Effekt hat.

Also? Feuchtigkeitspflege ist auf jeden Fall schon mal das A und O für einen gutaussehenden und sich angenehm anfühlenden Bart. Ein Shampoo mit Conditioner macht ihn weich und geschmeidig. Den nassen Bart dann aber nicht trockenrubbeln, sondern mit einem Handtuch nur sorgsam abtupfen. So lange der Bart noch ein wenig feucht ist, den Bartkamm oder die Bartbürste nehmen und die Haare in Wuchsrichtung nach unten kämmen. Dadurch verhindert man, dass der Bart struppig in alle Richtungen wegsteht! Im trockenen Zustand kann er nun auf die gewünschte Länge getrimmt werden, z.B. mit einem speziellen Bartschneider. Abschließend ist das Einmassieren eines Bartöls empfehlenswert (Achtung: einige wenige Tropfen reichen).

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Barbershops, also Herrenfriseure mit der Spezialisierung auf Bartpflege, sind wieder „in“.

Stark im Kommen sind aber auch wieder sogenannte Barbershops. Dort kann man die Rasur und das Styling den Händen von Profis überlassen. Ob Pre-Shave Oil, Rasierschaum oder After Shave-Balsam; für jedes Bedürfnis bieten Barbershops das passende Produkt. Schließlich ist die Gesichtsbehaarung so individuell wie ihr Träger.

Eine eigene „Rasurkultur“ mit kleinen Verwöhnmomenten zu entwickeln, ist also genau das Richtige für Männer, die ihrem Alltag auf ganz unkomplizierte Weise Luxus hinzufügen wollen.

Kommentare

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One Comment

  1. Patrick on the 2016/07/21 remarked #

    Noch ergänzend nach der Rasur : kaltes Wasser! Hilft die Poren wieder zu schließen, und beugt auch wunderbar Rasierpickel vor. :-)

    Ich persönliche bin großer Fan von Rasiermessern, die Dingern sind so scharf das Hautirritationen fast so gut wie nie auftreten.

    Liebe Grüße

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