Sushi selber machen – oder doch lieber ins Restaurant?

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Sushi selber machen

Sushi hat heute nicht nur in der gehobenen Gastronomie einen festen Platz. Die japanische Spezialität ist auf dem Weg so populär zu werden wie Pizza, Pasta, oder Burger. Doch damit täte man den Köstlichkeiten aus rohem Fisch unrecht. Sushi ist, richtig zubereitet, eine exquisite Gaumenfreude. Man kann Sushi entweder selber machen; wer lieber ausgehen will, sollte aber in gehobenere Restaurants gehen.

Die Anfänge

Sushi war in westlichen Ländern bis weit ins 20. Jahrhundert hinein völlig unbekannt. Wussten Sie, dass Sushi ursprünglich gar kein japanisches Gericht war, sondern vielmehr aus einer traditionellen Konservierungsmethode aus der Region um den Mekong entstand? Dort war es üblich, Süßwasserfisch durch Einlegen in gekochtem Reis und anschließende Fermentation haltbar zu machen. Der Reis, der dabei einen säuerlichen Geschmack annahm, diente anfangs nicht zum Essen, sondern lediglich zur Konservierung und wurde anschließend verworfen.

Sukzessive verbreitete sich die Methode in verschiedenen Ländern Asiens und wurde dabei modifiziert. Die erste schriftliche Erwähnung von Sushi in Japan stammt aus dem Jahr 718. Die „moderne“ Form von Sushi, wie wir sie heute kennen, entstand in der Zeit vom 18. bis Anfang des 20. Jahrhunderts in Tokio und verwendet vor allem Seefisch. Erst seit einigen Jahrzehnten erobert die aus Japan stammende Spezialität auch bei uns eine ständig wachsende Fangemeinde. Viele wollen inzwischen sogar Sushi selber machen.

Frische und Hygiene zählen

Wenn Sie zu Hause Sushi selber machen möchten, ist das heute kein Problem mehr. In fast allen größeren Städten Deutschlands gibt es inzwischen Geschäfte für asiatische Lebensmittel, in denen Sie wesentliche Zutaten wie Reis oder Algenblätter, und natürlich auch das geeignete „Handwerkszeug“ bekommen. Insbesondere das Hocho, ein traditionelles japanisches Küchenmesser, gilt als unverzichtbares Werkzeug eines jeden Sushi-Kochs.

Den benötigten Fisch sollten Sie am besten in einem Fischgeschäft Ihres Vertrauens kaufen, denn die Frische der Ware spielt dabei eine ebenso wichtige Rolle wie die hygienische Verarbeitung und Aufbewahrung. Auch wenn Sie Sushi selber machen, sollten Sie peinlichst darauf achten, damit sie keine verdorbenen oder mit Keimen belasteten Produkte zu sich nehmen.

Inzwischen gibt es eine Reihe einschlägiger Ratgeber und Kochbücher, in denen die Zubereitung von Sushi erklärt wird. Etwas Freude am Kochen sollten Sie allerdings mitbringen, denn ein gewisser Zeit- und Arbeitsaufwand ist dabei nicht zu vermeiden.

Das Sushi-Restaurant – die Alternative

Bei einem Besuch in einem Sushi-Restaurant sollten Sie auf gute Adressen oder Empfehlungen
achten. Denn wie beim Sushi selber machen zählt auch hier Hygiene und Frische. So ergab eine Untersuchung in 2009, dass 50 % der Sushi-Restaurants Hygiene-Mängel aufwiesen.

Und wer partout Sushi zuhause genießen möchte, ohne selbst in der Küche zu stehen – auch der hat eine Alternative: Sushi kann man auch bequem im Internet bestellen. Bringdienste wie Lieferando bringen die Köstlichkeiten direkt auf den Tisch.

In Japan ist Sushi selber machen übrigens nicht sehr verbreitet, denn die Japaner nehmen Sushi vorzugsweise außer Haus zu sich. Dabei haben sie die Wahl zwischen dem Sushi-ya, einem herkömmlichen Restaurant, wo an Tischen oder an der Theke Sushi serviert wird, und dem Kaiten-zushi, wo verschiedene Sushi-Gerichte auf einem Laufband an den Gästen „vorbeifahren“, die sich nach belieben selbst bedienen. Auch in Deutschland finden sich heute vielerorts Sushi-Restaurants in beiden Varianten.